{"id":242399,"date":"2022-03-04T14:25:57","date_gmt":"2022-03-04T14:25:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.warstoriesukraine.com\/?p=242399"},"modified":"2022-03-21T15:08:11","modified_gmt":"2022-03-21T15:08:11","slug":"nadija-kyjiw-lwiw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.warstoriesukraine.com\/de\/nadija-kyjiw-lwiw\/","title":{"rendered":"&#8222;Wenn der Zug anrollte, flog eine Granate oder etwas \u00c4hnliches nah am Fenster vorbei. Die Passagiere haben schon ihr Leben an sich vorbeiziehen gesehen&#8220;, Nadija, Kyjiw-Lwiw"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Kyjiw arbeitet Nadija als Beamtin. Am Abend des 23. Februars war sie mit ihrer Familie im Theater am Podil. Sie haben sich eine Bulgakov-Auff\u00fchrung angeschaut. Sie sei sp\u00e4t nach Hause gekommen, da sie noch viele Sachen in der Stadt zu erledigen hatte, so nach Mitternacht sei sie eingeschlafen. Am 24. Februar wurde sie um 5 Uhr morgens durch die Explosionen geweckt. In der ersten Nacht vom Beginn des Krieges schliefen sie zu Hause. Aber am n\u00e4chsten Tag wurde das Hochhaus in der Koschytsia Stra\u00dfe (nur zwei Hochh\u00e4user von Nadijas Wohnung entfernt) durch russische Raketenteile getroffen. Danach gingen sie in den Keller einer Schule zum \u00dcbernachten. Als in Kyjiw eine Ausgangssperre f\u00fcr eineinhalb Tage ausgerufen wurde, blieben sie im Schulkeller die ganze Zeit.<\/p>\n<p>&#8222;Zun\u00e4chst hatten wir es nicht vor, weg zu fahren, &#8211; erz\u00e4hlt Nadiia. &#8211; Aber dann schlugen unsere Verwandten vor, nach Lwiw zu kommen. In zwei Stunden waren wir schon reisefertig, weil wir Reiseerfahrung haben. Ich habe das Geld in den Koffer gepackt, und habe den Memorystick mit Familieinfotos eingesteckt&#8220;.<\/p>\n<p>Sie haben sich entschieden, mit dem Intercity-Schnellzug zu fahren. Nadiia sagt: \u201cWenn der Zug anrollte, flog eine Granate oder etwas \u00c4hnliches nah am Fenster vorbei. Die Druckwelle hat den Zug vibrieren lassen, die Passagiere haben schon ihr Leben an sich vorbei ziehen gesehen. Der Intercity-Zug hat 5 Stunden mehr als \u00fcblich gebraucht\u201d.<\/p>\n<p>Am Dienstag kamen sie am Morgen in Lemberg Hauptbahnhof an. Nadiia wurde von ihrer Tochter Jelysaweta und ihren \u00e4lteren Br\u00fcdern begleitet. Die Jungs seien 22 Jahre alt und d\u00fcrfen zur Zeit die Ukraine nicht verlassen, da die Ukrainischen M\u00e4nner von 18 bis 60 Jahren der Mobilmachung unterliegen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201cBis jetzt wissen wir nicht, was wir weitermachen sollen. In den letzten 24 Stunden habe ich praktisch nicht geschlafen, ich kann mich nicht zusammenrei\u00dfen, um die weiteren Entscheidungen zu treffen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Moment wohnt Nadija mit ihrer Tochter im Les-Kurbas-Theater in Lwiw, das als Zufluchtsort benutzt wird. Ihr Kind freut sich \u2014\u201e mal in der Schule, mal im Theater \u2014 es ist einfach sch\u00f6n\u201c.<\/p>\n<p>&#8222;Die Entscheidung Kyjiw zu verlassen war schwierig. Ich kam bis jetzt noch nicht zu mir. Aber ich musste mein Kind in Sicherheit bringen.&#8220;<\/p>\n<p>Nadija hat auch ihre Mutter, sie wohnt in Kherson. Zur Zeit ist diese Stadt unter Beschuss von russischen Soldaten. Aber Kherson gibt nicht auf und bleibt unter Ukrainischer Flagge.\u201cIch hoffe nur, dass meine Mama weit entfernt von dem Krisengebiet ist, und dass sie Zuhause bleibt\u201c, sagt die Frau.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; In Kyjiw arbeitet Nadija als Beamtin. Am Abend des 23. Februars war sie mit ihrer Familie im Theater am Podil. Sie haben sich eine Bulgakov-Auff\u00fchrung angeschaut. Sie sei sp\u00e4t nach Hause gekommen, da sie noch viele Sachen in der Stadt zu erledigen hatte, so nach Mitternacht sei sie eingeschlafen. Am 24. 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